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Gesunde Haut ist schön, aber oft sind die Leute auch mit dem Hautton unzufrieden, sei es, dass er zu hell, zu dunkel oder zu ungleichmäßig ist. Unsere Hautpflege-Expertin, Frau Hannelore Thoma weiß, welche Möglichkeiten es gibt den Hautton, die Eigenfarbe der Haut, zu beeinflussen.

Was bestimmt die Hautfarbe?

Die Haut unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und jeder hat einen anderen Hauttyp und ein anderes Hautbild. Viele kämpfen ihr Leben lang auch mit verschiedenen Hautproblemen. Die Haut verändert sich ja auch im Laufe der Jahre und ist der Umgebung ausgesetzt. Äußere Faktoren (Wetter, UV-Bestrahlung, Stress, Lifestyle) und Innere Faktoren (hormonelle Veränderungen) beeinflussen ebenfalls das Hautbild.

Im Hautkolorit spiegelt sich aber auch, woher wir bzw. unsere Vorfahren kommen. Denn auch die Erbanlagen beeinflussen, ob, welche und wie viele Farbpigmente (Melanin) unsere Haut bildet. Dieses Pigment gibt der Haut, den Haaren und den Augen ihre individuelle Eigenfarbe. Die Produktion von Melanin steht unter der Regie von Hormonen. Was die Haut angeht, so lagert sich das Pigment in der oberen Schicht ein und schützt die darunterliegenden Zellen. Das Hautpigment Melanin existiert in zwei Hauptformen: Als bräunlich-schwarzes Eumelanin und als gelblich-rötliches Phämelanin. Ausschlaggebend für die Hautfarbe ist die Mischung und die Verteilung der beiden Komponenten. Die Melaninproduktion der Melanozyten wird hauptsächlich von einfallendem UVB-Licht gesteuert. UVA- und UVB-Bestrahlung ist also neben der genetischen Fixierug der Hautfarbe für die Ausschüttung des Farbpigments Melanin zuständig.

Über die UV-Strahlung beeinflusst auch die Geografie die Hauttönung. Je höher die UV-Strahlung vor Ort, desto stärker im Allgemeinen die natürliche Pigmentierung der Haut. Im Vergleich zu angestammten Südeuropäern haben europäische Nordlichter einen helleren Teint. Ihre Haut produziert weniger Melanin, und die Pigmente sind anders gemischt und verteilt.

Was ist die ideale Hautfarbe?

Die Einen bevorzugen einen sonnengebräunten Teint, der für sie Frische und Attraktivität, Wohlbefinden und Fitness symbolisiert, die Anderen mögen eine helle Haut mit einem gleichmäßig hell getönten Teint.

In unseren Breiten hier in Nord- und Zentral-Europa zieht man gebräunte Haut vor, versucht aber, Pigmentflecke loszuwerden, die durch ihre Kontrastwirkung auffallen und die Haut fleckig erscheinen lassen. Beispiele sind Sommersprossen (die erfreulicherweise auch mal im Trend sind), Altersflecke, bzw. allgemein als Melasma (Chloasma) bezeichnete Hyperpigmentationen.

Aber die Vorliebe für einen bestimmten Hautton ist auch eine Frage von modischen Trends und blasse Haut ist auch hier schon mal das Schönheitsideal gewesen. „Eine vornehme Blässe“ war zu Zeiten des Altertums ein Symbol für Reichtum und Wohlstand und im alten Ägypten war es üblich, von der Hautfarbe der Menschen unmittelbar auf ihre finanziellen Verhältnisse zu schließen. Je dunkler desto ärmer war hier die vorherrschende Meinung. Denn je dunkler die Haut war, desto mehr mussten die Menschen in der Sonne, mit körperlichen Arbeiten, ihren täglichen Lebensunterhalt bestreiten.

Im Zeitalter der Renaissance, bis in das 20. Jahrhundert hinein, verhalfen einige Tricks dazu, besonders dem Gesicht den erwünschten edlen hellen Schein zu verleihen. Ob Bleiweißschminke, Püderchen oder Wachse – alles war als Mittel zum Zweck willkommen. Für die Haut waren diese Eingriffe meist nicht ohne Folgen, denn das verwendete Bleiweiß wurde letztendlich auch als Gift enttarnt.

In anderen Regionen ist der Trend zu sehr blasser Haut auch heute brandaktuell. In vielen asiatischen Ländern wird eine ebenmäßige, helle Haut angestrebt. Sie gilt als Schönheitsideal und so wird Hautaufhellung in diesen Ländern mit teils sehr drastischen und auch gesundheitsschädlichen Methoden durchgeführt. Viele der hierzu angebotenen Cremes enthalten verbotene und hochgiftige Inhaltsstoffe wie Quecksilber, Hydrochinon und Steroide, die eine Hyperpigmentierung, schwere irreparable Hautschäden und im schlimmsten Fall sogar Krebs versuchen können. Dennoch hält der Trend an und Hautaufhellung wird mittlerweile immer häufiger auch in den USA und Europa gewünscht.

Was kann ich selbst tun um die Hautfarbe zu beeinflussen?

Jeder der die Sonne meidet, sich im Schatten aufhält, den Schutz eines Sonnenschirms bevorzugt und mit Lichtschutzprodukten mit LSF 30 und 50 die Haut schützt, leistet hier sehr gute Vorarbeit. Neben Lichtschutz ist aber auch der von mir immer wieder gepredigte Infrarotschutz nicht außer Acht zu lassen, den das Produkt Face Guard Advanced bietet. Denn das infrarote Licht dringt in die Tiefen der Haut ein und hinterlässt dort irreparable Schäden, die sich in dem Aussehen der Haut an der Oberfläche wiederspiegeln.

Gute Dienste leisten auch Produkte, die die Tyrosinase (also das bräunen der Haut über die Melanozyten) hemmen. Die hier eingesetzten innovativen Wirkstoffe zeigen bei regelmäßigen und dauerhaften Einsatz guten Erfolg. Ein weiterer bekannter und guter Helfer ist auch Vitamin C, welches als aufhellendes Mittel schon sehr lange bekannt ist, weil es die übermäßige Melaninbildung hemmt.

Geben Sie diesem Vorgang aber seine Zeit, denn die Erneuerung der Haut in einem Zellstoffwechsel dauert in der Regel mind. 28 Tage und das Ergebnis wird erst sichtbar, wenn alle Hautschichten sich erneuert haben. Werden aufhellende Produkte der Haut nicht mehr zugeführt, kommt über die nachwachsenden Hautzellen automatisch die genetisch fixierte Hautfarbe zurück zum Vorschein.

Die Hautoberfläche kann auch mit diversen Peeling-Methoden bearbeitet werden. Dabei können apparative Methoden, wie die Mikrodermabrasion (darf nur von der ausgebildeten Kosmetikerin durchgeführt werden) oder chemische Peelings, die nur vom Hautarzt durchgeführt werden dürfen, zum Einsatz kommen. Weitere Methoden die die Kosmetikerin durchführen kann ist der Einsatz von gepufferter Fruchtsäure (bis zu einem pH-Wert von 3,5), Kräuter-Tiefenschälkuren und enzymatischen Peelingvarianten. Auch hierbei ist die Mehrfachanwendung in Form von Kurbehandlungen sinnvoll, da mit einer Behandlung nicht der maximale Effekt erreicht werden kann.

 

 

 

Wer vielleicht mit einer leichten ersten Variante der Aufhellung anfangen möchte, spricht die Kosmetikerin auf Vitamin C Behandlungen an, die der Haut auch im Allgemeinen gut tun. Denn Vitamin C ist ein hervorragendes Antioxidans und maßgeblich an der Produktion und Reorganisation von kollagen Fasern in der extrazellulären Matrix der Haut beteiligt. Der intensiveren Institutsbehandlung folgt immer die kontinuierliche Weiterführung des Konzepts in der Heimpflege, etwa mit unseren aufhellenden Pflegeprodukten aus der Serie Fair Skin.

Welche Gefahren haben hautaufhellende Behandlungen?

Übertrieben gebräunte Haut altert vorzeitig. Bei starker Sonnenbestrahlung, sei es die natürliche oder erst recht die künstliche UV-Strahlung einer Sonnenbank – schädigt bei regelmäßigen und intensiven Einwirken die Haut auch in jungen Jahren. Mehr noch: Das Risiko für Hautkrebs steigt drastisch an.

Wer seine Haut mit kosmetischen Methoden aufhellen möchte, muss während der Behandlungszeit einige Spielregeln einhalten, um Hautschäden zu vermeiden. Die Kontraindikationen variieren von Methode zu Methode, aber wichtig bei allen ist die absolute Notwendigkeit des hohen Lichtschutzes mit LSF 30 oder 50, wie z.B. die SUN-Serie von Janssen Cosmetics. Da der eigene Schutzmechanismus der Haut außer Gefecht gesetzt ist, wird es ohne Sonnenschutz von außen zu Lichtschäden auf der Haut (Sonnenbrand etc.) kommen und danach folgen Hyperpigmentierungen und Pigmentstörungen. Wer also die Haut mit diversesten Aufhellungsmethoden behandelt, ist automatisch zu kontinuierlichem Lichtschutz verpflichtet um weitere und noch schlimmere Begleiterscheinungen auszuschließen.